13. Infanterie-Regiment, 1. Füsilier-Kompanie
An alle Reenactors, Geschichtsinteressierten und waschechten Bayern!
Mit Stolz machen wir darauf aufmerksam, dass diese Notiz eine echte Neuerung in der europäischen Darstellungsszene bedeutet. Bisher gab es keine Reenactmentgruppe, die sich der bayerischen Infanterie der napoleonischen Epoche widmet. Das hat sich seit 1. Januar 2008 geändert.
Hiermit wird die Gründung des 13. königlich-bayerischen Infanterie-Regimentes, 1. Füsilierkompanie, bekanntgegeben.
Warum bayerische Infanterie?
Wir sind bislang einige Kameraden, die die bayerische Uniform tragen. Es ist ein bescheidener Anfang, aber der erste Schritt wurde getan.
Wir haben damit auf die etwas unverständliche Tatsache reagiert, dass es bis jetzt keine bayerischen Infanteristen gab. Völlig zu Unrecht, denn das gut 30.000 Mann starke bayerische Kontingent war nicht nur zahlenmäßig das größte Heer im Rheinbund, es kämpfte auch bis auf den spanischen Kriegsschauplatz bei allen großen Feldzügen der Grande Armee Napoleons I., bevor es sich nach der Katastrophe des Russlandfeldzuges zusammen mit anderen Rheinbundstaaten gegen den Franzosenkaiser wendete.
Was wollen wir?
Unsere Ziele sind es, Erinnerungen an historische Begebenheiten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, das Andenken an die bayerischen Kameraden sowie an die schwierige Geburtsstunde des bayerischen Königreiches wach zu halten und im Sinne experimenteller Geschichtsforschung epochale Ereignisse am eigenen Leib historisch korrekt zu erleben - dies umso mehr in dem Bewusstsein, dass dieses blutige Kapitel Vergangenheit ist und wir das Privileg haben, in einem friedlichen Europa zu leben.
Unsere Werte
Wir legen Wert auf höchste historische Genauigkeit, weshalb unsere Montur und unsere Ausrüstung so exakt wie möglich den Originalstücken entspricht.
Wir legen Wert auf militärischen Drill wie er in der bayerischen Armee zu Beginn des 19. Jahrhunderts exerziert wurde. Das ist nicht nur der historischen Genauigkeit geschuldet, sondern auch dem Umstand, dass wir mit funktionierenden Musketen zu Gange sind. So stellen wir sicher, dass unser Hobby vor allem eines bleibt: Interessant, spannend und ungefährlich für Darsteller wie für Zuschauer. Wir legen Wert auf Kameradschaft, Gemeinsamkeit und letztendlich Spaß an der Freud'.
Wir legen Wert auf Toleranz und Freundschaft zu anderen Gruppen, ganz gleich welchem kulturellen und nationalem Hintergrund sie entstammen. Deshalb ist unsere Gruppe auch geöffnet für Interessierte aus ganz Europa, ja sogar für Norddeutsche! Die Einführung in bayerische Lebens- und Mundart erfolgt ggfls. unter dem äußerst strengen Auge unseres Feldwebels!
Wir freuen uns über jeden Rekruten, aber auch über gestandene Reenactors, die sich vielleicht ein zweites Standbein schaffen wollen.
Historische Daten
Wir haben uns für das 13. Infanterie-Regiment entschieden, weil diese Einheit an allen wichtigen Feldzügen in der Zeit von 1805 bis 1815 beteiligt war. Beispiele: 1806/7 Belagerung von Breslau, 1806 Schlacht bei Pultusk, 1809 Schlachten bei Abensberg, Landshut, Wörgl, Schwaz (Tiroler Aufstand), Wagram, Znaim, 1812/13 Russlandfeldzug (Schlachten bei Polozk, Disna, Verteidigung von Thorn), 1813-15 Hanau, Brienne, Courcelles, Arcis sur Aube.
Die Standorte des Regimentes waren u. a. Würzburg, Ulm, Kempten, Landsberg und Lindau.
Der Rock ist von mittelblauer Farbe wie alle Infanterie-Regimenter, Ärmelaufschläge und Rabatten sind schwarz mit roter Paspelierung, Kragen und Schoßumschläge sind rot, Knopffarbe silbrig-metallisch.
Am 27. September 1805 wurde bei der Neueinteilung der Armee aus den überzähligen Mannschaften der verschiedenen Regimenter, vor allem der Kompanien des 9. und 12. Infanterie-Regiments, das 13. Linien-Infanterie-Regiment errichtet. Mit Armeebefehl vom 29. April 1811 erhält das 13. Infanterie-Regiment die Nummer 11 und den Namen "Kinkel" des an das Großherzogtum Berg abgegebenen ehemaligen 11. Infanterie-Regiments. Das 11. Linien-Infanterie-Regiment wurde aufgelöst, das 13. unter Beibehaltung seiner Regimentsabzeichen (roter Kragen, schwarze Klappen und Aufschläge) in Nr. 11 umbenannt (29. April 1811).
Das heißt, dass wir uns für Darstellungen des Russlandfeldzuges, der Feldzüge im Osten Deutschlands sowie für die Gefechte in Frankreich als "11." Regiment bezeichnen werden.
Unsere neugegründete Einheit ist organisatorisch Bestandteil des 2. Chevauleger-Regimentes Taxis.
Unser erster Einsatz wird Hagelstatt bei Eggmühl Ende Mai diesen Jahres sein. Weitere Termine werden an dieser Stelle noch bekanntgegeben.
Interessenten wenden sich an:
Lang lebe König Max I.!
